»Sie stehen im Dienst? . . .«
»Ja, der Polizei . . .«
»Der Polizei?«
»Mein Lieber, warum faßten Sie sich an die Brust, als läge dort ein sehr gefährliches und sehr diskretes Dokument. . . Ein Gläschen!«
Rettungslos verloren
Mit ganz neuem, schuldbewußtem Lächeln zog Nikolai Apollonowitsch aus seiner Seitentasche ein Notizbüchlein heraus.
»A—a—a—a—! Wollen Sie mir gefälligst dieses Büchlein . . . zur Durchsicht geben . . .«
Nikolai Apollonowitsch wehrte nicht; er fuhr fort, mit demselben schuldbewußten Lächeln dazusitzen.
Pawel Jakowlewitsch beugte sich über das Büchlein; sein über den Tischrand sich erhebender Kopf schien nicht am Halse, sondern an den zwei Händen befestigt zu sein; einen Augenblick lang sah er wie ein wirkliches Ungetüm aus: Nikolai Apollonowitsch sah in diesem Augenblick vor sich einen scheußlichen Kopf mit zwinkernden Äuglein, die Haare — wie Wolle, die man einem Hunde ausgekämmt hatte; mit widerlicher Lachmiene ließ er seine zehn mit gelben Hautfalten überzogenen, hüpfenden Finger über die Blätter laufen: wie ein riesenhaftes Insekt sahen sie aus, wie eine zehnbeinige Spinne, deren Pfoten über knisterndes Papier liefen.
Pawel Jakowlewitsch wollte jedoch Ableuchow bloß erschrecken; es war nur ein netter Scherz gewesen; mit demselben widerlichen Lachen warf er das Büchlein Ableuchow über den Tisch zurück.