»Kaum waren Seine Exzellenz, Apollon Apollonowitsch, ausgefahren, als plötzlich — ein Bote, mit einem Brief . . . Na, den Brief legte ich auf den Schreibtisch hin, und dem Boten gab ich ein Zwanzigkopekenstück . . .«
»Aber kaum war eine Stunde danach vergangen — als . . . du meine Güte! Da erscheint die gnädige Frau selbst . . . Sie hat jedenfalls ganz sicher gewußt, daß niemand zu Hause war . . .«
»Es läutete also . . . Ich mach’ die Tür auf . . . Vor mir steht eine fremde Dame, eine sehr würdige Dame; nur einfach gekleidet und — ganz in Schwarz . . . Ich sage nun: ‚Sie wünschen, Gnädige?‘ Und die Dame zu mir: ‚Aber erkennst du mich denn nicht, Mitri Ssemjonytsch?‘ — Da habe ich rasch ihr Händchen geküßt: ‚Mütterchen, Anna Petrowna . . .‘«
»Und Anna Petrowna — Gott schenk’ ihr Gesundheit — sah so, sah mich so an . . . Sie sah mich an — und brach in Tränen aus: ‚Ich will sehen, wie ihr da ohne mich lebt‘ . . . Das Taschentüchlein hat sie aus dem Täschchen gezogen . . .«
»Ich hatte allerdings strengen Auftrag bekommen, nichts reinzulassen . . . Aber ich hab’ unsere gnädige Frau doch reingelassen . . . Und sie . . .«
Der Greis machte große Augen; mit weitgeöffnetem Munde blieb er stehen und dachte bei sich, daß die Herrschaften im lackierten Haus wohl schon längst den Verstand verloren hatten: statt Freude, Verwunderung oder Bedauern zu äußern — rannte Nikolai Apollonowitsch ganz einfach, ohne ein Wort zu sagen, die Treppen hinauf, so daß die roten Atlasenden seines Dominos wunderlich in der Luft flatterten.