»Ich würde Sie . . .« (sein Mund mit den fletschenden Zähnen lächelte; es schien, als wollte er das Ohr des Begleiters beißen). »Ich hätte Sie . . . da gleich — an dieser Stelle . . . Ich hätte . . . ich . . . auf offener Straße, zur Belehrung all dieser Leute da, mein lieber Alexander Iwanowitsch . . .« (die Sprache verwirrte sich ihm). . .
Dort — dort . . .
Dort hinter dem kleinen Fenster des blankgestrichenen Häuschens saß, immer mit den Lippen kauend, an sommerlichen Juliabenden, bei untergehender Sonne ein steinaltes Frauchen (— »Ich hätte Sie!« . . . drang es von irgendwoher zu Alexander Iwanowitsch herüber); im August war die Alte verschwunden, und das Fenster blieb geschlossen; im September wurde aus dem Häuschen ein geschmückter Sarg herausgetragen; dem Sarge folgte ein kleiner Haufen: ein Herr mit abgeschabtem Mäntelchen und einer Beamtenmütze auf dem Kopf und — sieben flachshaarige Jungen.
Der Sarg war zugenagelt gewesen.
(— »Ja, Alexander Iwanowitsch, ja—a«, drang es von irgendwoher an Dudkins Ohr.)
Dann sah man Männer mit einfachen Mützen aus und ein gehen: man sprach davon, daß in dem Häuschen Bomben gefertigt wurden. Alexander Iwanowitsch wußte, daß die Bombe, die seinerzeit ihm zur Aufbewahrung übergeben wurde, aus diesem Häuschen gekommen war.
Da fuhr er unwillkürlich zusammen.
Wie seltsam: während Nikolai Apollonowitsch ihm seine Vorwürfe und Beschuldigungen entgegenschleuderte, dachte er an das Häuschen. Jetzt roh in die Wirklichkeit zurückgestoßen, begriff er aus all den verworrenen Reden des Senatorsöhnchens nur das eine:
»Hören Sie,« sagte er, »das wenige, das ich aus Ihren Worten verstehe, ist: daß es sich um das Paket handelt . . .«
»Es handelt sich um sie: Sie haben mir sie persönlich zur Aufbewahrung übergeben.«