Aber ohne zu sehen, ohne stehenzubleiben ging der Schlanke und Traurige vorbei.
Deutlich verklangen seine Schritte. Alexander Iwanowitsch drehte sich um und wollte ihm leise etwas sagen; er wollte den unbekannten Mischa leise anrufen . . .
Aber der helle Kreis, in den Mischa soeben eingetreten war, schimmerte leer; und niemand, nichts war dort zu sehen; nur der Wind pfiff, und in den Pfützen spiegelte sich Licht.
Und die gelbe Lichtzunge der Laterne winkte herüber.
Ein toter Strahl fiel durchs Fenster
So, so, so: dort standen sie, als er in der Nacht nach Hause zurückkehrte. Sie warteten auf ihn. Wer sie waren, dies zu sagen war nicht gut möglich: zwei deutliche Gestalten. Ein toter Strahl fiel durchs Fenster des dritten Stocks; er legte sich wie ein fahler Schein auf die grauen Stufen der Treppe.
Und unheimlich ruhig lagen in der vollständigen Dunkelheit die fahlen Lichtflecke — ohne jeden Reflex.
In diesem fahlen Licht rankte auch das Treppengeländer; neben dem Treppengeländer aber standen sie: zwei undeutliche Gestalten; sie ließen Alexander Iwanowitsch passieren und blieben rechts und links von ihm stehen; sie sagten nichts, rührten sich nicht, bebten nicht; man fühlte nur in der Dunkelheit einen bösen, zusammengekniffenen, festen Blick.
Sollte er sich ihnen nicht nähern, sollten er ihnen nicht die in seiner Erinnerung aufgetauchte Beschwörung zuflüstern?
Und unter diesem Blick in den fahlen Fleck treten zu müssen! Vom Mond beschienen zu sein, während zwei spähende Augen auf ihn gerichtet sind; dann hinter sich im Rücken die Augen zweier Späher zu fühlen, die jeden Augenblick ihm etwas antun konnten; den Schritt nicht zu beschleunigen, gleichgültig zu tun, zu hüsteln!