»Welcher Laut?«

»Es hat geklopft . . .«

»Ach, das da . . .«

Hier erfaßte Ssemjonytsch den Rand der viel zu weiten Unterhose und schüttelte bedenklich den Kopf.

»Es wird nichts weiter sein . . .«


Die Sache war, daß zehn Minuten vorher Ssemjonytsch zu seiner großen Verwunderung bemerkt hatte: aus der Zimmertür des jungen Herrn war der hellblonde Kopf hervorgetaucht, hatte sich nach rechts, dann nach links umgesehen und war wieder verschwunden.

Einen Augenblick darauf aber war der junge Herr wie ein Heupferdchen an die Tür des alten gnädigen Herrn herangesprungen.

Da war er stehengeblieben, atmete, schüttelte den Kopf und drehte sich wieder, ohne Ssemjonytsch, der in der Ecke stand, bemerkt zu haben; er blieb wieder eine Weile stehen, atmete und drückte seinen Kopf an die Türspalte, aus der ein Lichtschein kam; ja, so stand er, den Kopf fest an die Türleibung gedrückt! Solche Neugierde bei einem jungen Herrn vornehmster Art! . . . nein, das war nichts für einen jungen Herrn, der nicht nur so einer war . . .

Hinter der Tür spähen? Nein, das ist kein würdiges Benehmen.