Und Apollon Apollonowitsch, der Tausendjährige, Zitternde, Kleine, stampfte mit dem Pantoffel auf den Boden auf.
»Auch Fersen, jawohl . . . Aber vor allem sind’s die Hühneraugen, Exzellenz . . . Sobald ich den Schuh angezogen habe, da beginnen sie zu brennen und zu stechen, ja, Herr . . .«
Bei sich aber dachte er:
»Ach was — Fersen? . . . Es handelt sich bei dir nicht um die Fersen . . . Hast wohl auch, alter Pilz, die ganze Nacht kein Auge geschlossen . . . Und die Gemahlin befindet sich in der nächsten Nähe, in erwartendem Zustand . . . Und der Sohn, dieser Chamletist . . . Aber nein, der muß von den Fersen reden! . . . Gelbe . . . Vielleicht hast du selbst gelbe Fersen . . . Auch eine — ‚Persönlichkeit‘! . . .«
Und er fühlte sich ganz und gar beleidigt.
Aber wie immer zeigte Apollon Apollonowitsch (wenn es gerade über ihn kam) in Anekdoten, in dummen Scherzen, in allerlei Späßchen eine geradezu klettenhafte Zudringlichkeit: um sich selbst aufzumuntern, spielte der Senator (der Wirkliche Geheime Rat, Professor und Träger der Brillantenorden) den Springinsfeld, den Tunichtgut, den lustigen Bösewicht; er war da für die anderen wie die Fliegen, die an gewitterschweren, schwülen Tagen einem zudringlich bald in die Augen, bald in die Nase, bald ans Ohr fliegen; wie die Fliegen, die man an gewitterschweren, schwülen Tagen, wenn graurötliche Wolken schwer und tief über den Linden hängen, zu Dutzenden auf den Händen, auf dem Schnurrbart umbringt.
»Das Fräulein aber — hi—hi—hi . . . Das Fräulein . . .«
»Was meint der gnädige Herr?«
»Das Fräulein hat . . .«
So ein Tunichtgut!