10.

Mit r sind es die Bösen in der Welt,
Mit l sind sie dem Pflanzenreich gesellt,
Mit u sind’s Fensterlein, euch wohlvertraut,
Draus ihr die Herrlichkeit der Welt erschaut.
Sie öffnen sich dem Lichte allerwärts
Und spiegeln Erd’ und Himmel und – das Herz.

11.

Es hat ein Mütterlein wohl, das es pflegt
Und liebevoll auf seinen Armen trägt.
Doch lächelt’s auch und blickt dich sinnig an,
Es ist ein eigen Kind, wächst nicht heran.

Doch andern Wesens wird man’s oft gewahr:
Dann birgt’s im Innern Kräfte wunderbar,
Bis sich erwachend Leben ihm entringt
Und sich ein zart Geschöpf gen Himmel schwingt.

12.

Mit O reist’s durch die weite Welt,
Ein kecker Sausewind.
Mit A zu seinem Stamm es hält,
Wo seine Brüder sind.

13.

Auf das Erste baue nimmer!
Aber stark sein ziemt dem Zweiten.
Aufrecht pflegt’s auf seinen Wegen
Über jenes hinzuschreiten.
Zwar man sagt, zuweilen wandre
Auch das andre.