Als sie aber vor dem Tor der Villa standen, sagte Margarete ganz wie damals ihr Scheinbild auf dem Felde:
»Mein Vater ist ein schlichter Mann, der dich lieb haben wird. Nur meine Mutter ist ein wenig stolz, und es wird einen kleinen Kampf mit ihr geben. Aber ich fürchte mich nicht, wenn du dich nicht fürchtest.«
Stephan aber fürchtete sich nicht.
Stephan war bereit ... bereit zum Bösesten und Besten, und gemeinsam stiegen sie über die breite teppichbelegte Treppe.
Ende
Im gleichen Verlag ist erschienen:
Stromaufwärts
Aus einem Frauenleben
von
Angela Langer
Zweite Auflage. Geheftet 3 Mark, in Leinen 4 Mark.
Aus kümmerlichster Existenz, ohne fremde Hilfe, mit eigener Kraft, die durch alle Hemmungen sich sieghaft bewährt, ringt sich eine Frau zu eigener geistiger Freiheit und zu selbständigem Menschentum. Nur wenige Schimmer zagen Glücks mischen sich in dies unsäglich schwere Werden, aus dem wie ein Triumph weiblicher Hoheit das Ende aufstrahlt: da in dieser einfachen Frau von selbst die Religion des Lebens aufdämmert, das sie bis in die letzten Tiefen gütig versteht. Aus schmerzlichem, wehem Erleben wächst hier eine innere Klarheit, die das Leben überwand, um es sich neu zu schaffen. Dies Buch redet in seiner Schlichtheit die ergreifendste Sprache, die seit langer langer Zeit eine Frau für das gefunden hat, was sie erlebte, was sie litt.