»Gehst du so gern?«
»Ja ...,« sie stockte abermals, und während sich ihre Wangen verdunkelten, schloß sie: »Du kannst ja nicht begreifen, wie das ist, wenn man einen Mann so lieb hat.... Alles täte man für ihn, immer möchte man bei ihm sein, und man ginge mit ihm bis ans Ende der Welt ...«
Maria errötete jetzt auch. So offen hatte Therese nie gesprochen. Mit zitternden Fingern hob sie das rauschende Kleid in die Höhe und hielt es gegen das Licht.
»Wie schön du aussehen wirst, Therese.«
Sie nickte verträumt ... »und einmal wirst du auch kommen, Maria.«
»Zu dir?«
»Ja, zu uns.«
Maria versprach es und half ihr in das Kleid. Als die Braut angezogen war, kam die Bäuerin in das Zimmer. Sie weinte, als sie Therese fertig sah, und machte ihr das Zeichen des Kreuzes auf Stirn und Brust. »O Therese ...« und alles andere, das sie sagen wollte, schwemmten neu hervorbrechende Tränen hinweg. Maria versuchte, sie heiter zu stimmen. »Aber, Mutter, Therese geht doch nicht aus der Welt.«
»Daran dachte ich auch gar nicht.«
»Woran denkst du dann?«