»So wahr mir Gott helfe, Herr, in meiner Sterbstund'.«

Stephan wischte sich den Schweiß von der Stirne.

»Weiter!«

»Mehr weiß ich nicht, Herr. Nur daß der Adalbert immer gesungen hat nachher ...«

Und mit grimmigen Blicken holte sich der Michl sein Mus vom Feuer und würgte es schmatzend hinab.

Stephan aber stand auf, hängte seinen Rucksack um, nahm kurzen Abschied und ging.

Aber er ging voll neuer Kraft, voll neuer Trotzäußerung und sah ohne Blinzeln in die Sonne.

»Was war der Tag, was war das Leben schön!«

Von Zeit zu Zeit blieb er stehen und griff in seine Brusttasche. Dann knisterten die vergilbten Papierfetzen, und Stephan lächelte dazu. Einmal horchte er auf. Irgendwo aus dem Walde her klang das Glöcklein einer Leitkuh, und eine frische Stimme sang:

»Di-ri-da-ram,
Müller und Müllerin,
König und Königin,
So gehörts z'amm.
Di-ri-da-ram,
Di-ri-da-ram.«