Stephan aber dachte an Adalbert, an seine Gräfin, und sang trotzig zurück:

»Wenn der Müller fesch is',
Glei' trau' i' ma z'wetten,
Paßta wia a Prinz
In de zwo goldnan Betten.«

Darauf kicherte es im Walde, aber die Stimme erklang nicht mehr, und nur das Kuhgeläute hörte Stephan noch eine Weile.

Als er gegen Abend an die Villa kam, hatte er ein Gefühl, als wäre er lange fortgewesen, und sein erster Blick galt den Fensterläden. Aber die waren fest verschlossen.

Einundzwanzigstes Kapitel

Um Ostern herum kamen die ersten Turisten.

Einzeln, paarweise, haufenweise erklommen sie den Berg und bedrängten die Bewohner des Klausenhofes mit Fragen nach dem nächsten Gasthaus. Es gab aber auch Naturfreunde unter ihnen, Idealisten, die auf den Titschen, auf die Rotwand wollten oder sogar noch weiter.

Und jedesmal, wenn ein neuer Trupp kam, ruhte Stephan in seiner Arbeit, musterte scharf jeden einzelnen, und Maria tat hinter den weißen Gardinen verborgen dasselbe.

Aber die, die sie erwarteten, kamen nicht, und die Fensterläden an der schönen Villa öffneten sich nicht, den ganzen Sommer nicht. Da wich aller Frohsinn aus Stephans Augen und alle Hoffnung aus Marias Brust.

»Sie kamen nicht ...«