Dann wollte sie die Schwester in die Stube ziehen, aber Maria blieb stehen und fragte:

»Ist etwas passiert mit deinem Mann?«

Therese wehrte schluchzend.

»Nicht mit meinem Mann ... O nein ... der ist auf der Wallfahrt schon seit drei Tagen.«

»Auf der Wallfahrt, sagst du?«

»Ja ... er meint, daß man ihn vielleicht doch gesund beten kann.«

»Wen?«

»Den Buben.«

An das Kind hatte Maria nicht gedacht. Etwas erleichtert folgte sie Therese in die Stube. Neben den zwei großen Betten stand ein kleines Bett, und Maria blickte traurig und neugierig auf das blasse, abgezehrte Kindergesicht. Dann versuchte sie, Therese zu trösten.

»Er sieht doch gar nicht so krank aus. Warum glaubst du, daß er stirbt?«