»Ich glaube, ich möchte Englisch lernen,« gestand ich endlich sehr verwirrt und sehr verlegen.
»Das lernt aber doch kein Mensch, warum nicht lieber Französisch?«
»Ich weiß nicht, aber ich möchte lieber Englisch lernen,« wiederholte ich langsam, aber sehr entschieden.
»Ich hab' über alles nachgedacht,« fing sie nach einer Pause wieder an. »Die Frau darf natürlich nichts davon wissen, denn sie hat so etwas nie gelernt und würde es für Hochmut halten, wenn Sie dergleichen lernen wollten. Doch ich denke, es ließe sich einrichten, wenn Sie abends, nachdem die Kinder zu Bett gebracht sind, sich damit beschäftigen würden.«
»Natürlich,« rief ich entzückt, »ich würde nie daran denken, während des Tages dergleichen zu tun; es fragt sich nur,« fügte ich etwas kleinlaut hinzu, »ob sich eine Lehrerin finden wird, die mir am Abend Stunde gibt.«
»Eine Lehrerin?« frug meine Köchin erstaunt. »Brauchen Sie denn eine Lehrerin?«
Mein Mut sank ganz beträchtlich bei dieser Frage. »Natürlich, ohne eine Lehrerin werde ich es nicht fertig bringen.«
»Aber wird das nicht zu viel kosten?«
»Oh,« sagte ich anscheinend leichthin, »ich glaube nicht, daß das viel kosten wird.«
»Wieviel denken Sie denn?«