»Nichts kann? Das will ich nicht sagen, ich bin ganz zufrieden, wie Sie mir bei der Arbeit helfen.«
»Das schon, aber ich meine, ich kann weder Französisch noch Klavier.«
»Französisch und Klavier, das brauchen Sie aber doch nicht in Ihrem Beruf.«
»Das schon, aber ich möchte einen anderen Beruf haben.«
»Oh« ... und dann schwiegen wir lange.
Wir hatten nun unsere Arbeit fertig gebracht, legten die nassen Schürzen ab und banden reine vor. Die Köchin nahm dann eine der blanken Pfannen von der Wand und schickte sich an, den Nachmittagskaffee zu kochen, während ich den Tisch im Eßzimmer deckte. Als ich das Brett mit der heißen Milch, dem heißen Kaffee und den reinen weißen Schalen hineingetragen hatte, setzten wir uns zu unserem Kaffee in der Küche nieder. Die Köchin schenkte ein, und ich bemerkte, daß ihre Hand leicht zitterte. Da sie nicht sprach, sagte auch ich nichts; doch ich fühlte, daß sich ihre Gedanken mit mir beschäftigten. Nachdem ihre Schale leer war, stützte sie ihren Kopf in die Hände und sah mich voll an. »Also Französisch wollen Sie lernen.«
»Es braucht ja nicht gerade Französisch zu sein.«
»Also was soll es denn sein?«
»Ich weiß es nicht!«
»Das ist ein Unsinn, Sie müssen doch wissen, was Sie wollen.«