Dem Heilgen geht nichts ab: er hat schon in der Zeit
An Gottes Wohlgefalln die ganze Seligkeit.

Gott ist ja nichts als gut: Verdammnis, Tod und Pein,
Und was man böse nennt, muß, Mensch, in dir nur sein.

Was klagst du über Gott? Du selbst verdammest dich!
Er möcht es ja nicht tun, das glaube sicherlich.

Trinkst du des Herren Blut und bringest keine Frucht,
So wirst du kräftiger als jener Baum verflucht.

Kannst du dich auf den Geist in deinem Heiland schwingen,
So wird er dich mit sich in seine Wüste bringen.

Freund, wer den Himmel nicht erobert und bestürmt,
Der ist nicht wert, daß ihn sein Oberster beschirmt.

Das Himmelreich wird leicht erobert und sein Leben;
Belagre Gott mit Lieb: er muß dir's übergeben.

Man wirft das Weizenkorn auf Hoffnung in die Erden:
So muß das Himmelreich auch ausgestreuet werden.

Der Teufel ist so gut dem Wesen nach als du.
Was gehet ihm dann ab? Gestorbner Will und Ruh.