Gott siehet nichts zuvor: Drum lügst du, wenn du ihn
Mit der Vorsehung mißt nach deinem blöden Sinn.

Die Ewigkeit ist uns so innig und gemein:
Wir wolln gleich oder nicht, wir müssen ewig sein.

Im Fall dich länger dünkt die Ewigkeit als Zeit,
So redest du von Pein und nicht von Seligkeit.

Das Licht gibt allem Kraft: Gott selber lebt im Lichte;
Doch, wär er nicht das Feur, so würd es bald zunichte.

Du selber machst die Zeit: das Uhrwerk sind die Sinnen;
Hemmst du die Unruh nur, so ist die Zeit von hinnen.

Daß dir im Sonnesehn vergehet das Gesicht,
Sind deine Augen schuld und nicht das große Licht.

Wem seine Sonne scheint, derselbe darf nicht gücken,
Ob irgendwo der Mond und andre Sterne blicken.

Ich selbst muß Sonne sein, ich muß mit meinen Strahlen
Das farbenlose Meer der ganzen Gottheit malen.

Wer in der Sonnen ist, dem mangelt nicht das Licht,
Das dem, der außer ihr verirret geht, gebricht.