Mensch, in das Paradeis kommt man nicht unbewehrt:
Willst du hinein, du mußt durch Feuer und durch Schwert.
Mensch, bist du Gott getreu und meinest ihn allein,
So wird die größte Not ein Paradeis dir sein.
Wer nirgends ist geborn und niemand wird bekannt,
Der hat auch in der Höll sein liebes Vaterland.
Die Hölle schadt mir nichts, wär ich gleich stets in ihr:
Daß dich ihr Feuer brennt, das lieget nur an dir.
Könnt' ein Verdammter gleich im höchsten Himmel sein,
So fühlet' er doch stets die Höll und ihre Pein.
Die Zuversicht ist gut und das Vertrauen fein:
Doch, bist du nicht gerecht, so bringt es dich in Pein.
Die Hoffnung ist ein Seil: könnt ein Verdammter hoffen,
Gott zög ihn aus dem Pfuhl, in dem er ist ersoffen.
Wer Gott vereinigt ist, den kann er nicht verdammen,
Er stürze sich dann selbst mit ihm in Tod und Flammen.
Wer in der Hölle nicht kann ohne Hölle leben,
Der hat sich noch nicht ganz dem Höchsten übergeben.