Der Zorn ist höllisch Feur: wann er in dir entbrennt,
So wird dem heilgen Geist sein Ruhbettlein geschändt.
Die Rachgier ist ein Rad, das nimmer stille steht:
Je mehr es aber läuft, je mehr es sich vergeht.
Eröffene die Tür, so kommt der heilge Geist,
Der Vater und der Sohn dreieinig eingereist.
Wie, daß Ignatius von Tieren wird zerbissen?
Er ist ein Weizenkorn, Gott wills gemahlen wissen.
Die Furcht des Herren ist der Weisheit Anbeginn,
Ihr End ist seine Lieb, ihr Mittel kluger Sinn.
Lieb ist der Weisen Stein: sie scheidet Gold aus Kot,
Sie machet Nichts zu Ichts und wandelt mich in Gott.
Gott sind die Werke gleich; der Heilge, wann er trinkt,
Gefället ihm so wohl, als wann er bet't und singt.
Liebst du Gott über dich, den Nächsten wie dein Leben,
Was sonst ist, unter dir: so liebst du recht und eben.
Die Tugend, die dich krönt mit ewger Seligkeit
(Ach halte sie doch fest!), ist die Beharrlichkeit.