Das Wort, das Gott von dir am allerliebsten höret,
Ist, wann du herzlich sprichst: Sein Wille sei geehret.
Gott ist nur eigentlich: er liebt und lebet nicht,
Wie man von mir und dir und andren Dingen spricht.
Gott ist des Lebens Buch, ich steh in ihm geschrieben
Mit seines Lammes Blut: wie sollt er mich nicht lieben.
Gott ist so viel an mir, als mir an ihm gelegen,
Sein Wesen helf ich ihm, wie er das meine, hegen.
Gott hat nicht Unterscheid, es ist ihm alles ein:
Er machet sich so viel der Flieg als dir gemein.
Ich weiß, daß ohne mich Gott nicht ein Nu kann leben,
Werd ich zu nicht, er muß von Not den Geist aufgeben.
Gott mag nicht ohne mich ein einzigs Würmlein machen:
Erhalt ichs nicht mit ihm, so muß es stracks zukrachen.
Ich bin so groß als Gott: er ist als ich so klein;
Er kann nicht über mich, ich unter ihm nicht sein.
Gott ist ein Ackersmann, das Korn sein ewig Wort,
Die Pflugschar ist sein Geist, mein Herz der Säungsort.