»Der Domänenrat Mehltreter wird wohl auch ein Wort haben,« widersprach er mit Fleiß.

»Davon hab' ich noch nichts gehört,« beharrte sie, richtete sich ebenfalls auf und stützte den Rücken mit ihren beiden Kopfkissen. »Wenn man nur mal den Kaplan für sich hätte, dann ginge es; verlaß dich drauf.«

»Gestern bin ich dem Grafen begegnet,« erzählte er.

»Wo bist du ihm begegnet?« fragte sie angelegentlich.

»Im Sägewerk natürlich, wo er Tag für Tag aufpaßt und die Stämme zählt und die Bretter zählt und acht gibt, daß der Wind keinen Splitter fortweht. Und derweil kriegt sein Geld Füße und verschwindet zu allen Hintertüren hinaus.«

»Hast ihn doch angesprochen?«

»Nein,« sagte er.

»Das hättest aber tun müssen, Lorenz. Wie kann man so was vergleichgültigen?« tadelte sie und schlug mit den Händen auf das bauschige Oberbett. »Guten Tag, Herr Graf, hätt' ich an deiner Stell' gesagt, guten Tag, mit Verlaub und nichts für ungut, Herr Graf, aber ich hätt' ein kleines Anliegen, Herr Graf. Nehmen es Seine Durchlaucht nicht in übel, wenn ich halt so frei war und um die Verwaltersstell' eingegeben hab', und wenn ich jetzt noch so beiläufig ein gutes Wort für mich einlege, Herr Graf. So hätt' ich gesagt, wenn ich an deiner Stell' gewesen wär. Und dann hätt' ich ihm den ganzen Fall gründlich expliziert.«

»Wenn dir aber der Graf über die Eichenstämme weg davongesprungen wäre, wie er es mir getan hat, wie hättest du dann gesagt?« foppte er.

»Es gibt nichts anderes, als man wendet sich noch extra an den Kaplan,« sagte sie.