»Lehrer hab’ ich kein’n, bloß eine Lehrerin.« sagte er mit wackeliger Stimme. »Die haut mich nicht, wenn ich’s ihr sag’, daß« – da warf die Stimme vollends um und tat ein paar Schluchzer, »daß ich dich hab’ sehen wollen, weil du bist vom Krieg kommen, und – und weil ich dein Gewehr noch gar nicht gesehen hab’ und dein’n Säbel.«
Das Lenele hatte auch nicht das sauberste Gewissen und besann sich grad, ob es zur Gesellschaft mitschluchzen solle. Da hellte sich auf einmal des Vaters Gesicht wieder auf, als ob es ihn über alles hinüber inwendig freue.
»Die Liebe decket auch der Sünden Menge,« sagte er in seinen Bart hinein, denn er war ein bibelfester Mann.
Und dann nahm er seinem Buben mit einem Schwung auf die Achsel.
»Also dann muß ich dir’s halt zeigen, Alterle,« sagte er laut.
»Wenn du mir’s versprichst, daß du nicht mehr hinter die Schul’ gehst, wenn ich fort bin.«
»Auf Ehr’ und Seligkeit,« sagte der Daniel.
»Nein, so mußt nicht sagen, Büble,« verwies ihm der Vater.
»Du könntest’s einmal vergessen, dann wär’s eine Sünd’.«
»So sagen bei uns alle Buben,« beharrte der Daniel.