»Ja, ja, das ist auch wahr. So kann man’s auch ansehen. So wollen wir denn heimgehen. Es wird mondhell heut nacht. Um drei Uhr muß ich fort. Du gehst mir keinen Schritt zum Haus hinaus.
Man darf der Katz’ den Schwanz nicht stückweis abschneiden. Wir machen’s kurz. Die Kinder schlafen dann, bei denen bleibst.«
Gesang ertönte von weitem her, junge Stimmen von Burschen und Mädchen; der leichte Abendwind trug sie herzu, noch ehe man die Lustwandelnden erblicken konnte.
Sie sangen das Lied vom schönsten Wiesengrunde, in dem der Heimat Haus steht. Das war, als hätte die Heimat selber eine Stimme bekommen und locke ihre Kinder zu sich her, damit sie ihr tief ins Auge und ins Herz sähen.
Das war für die unter dem Kirschbaum nicht von nöten.
Sie hätten mitsingen können, wenn es ihnen ums Singen gewesen wäre:
»Müßt’ aus dem Tal ich scheiden,
Wo alles Lust und Klang.
Das wär mein herbstes Leiden,
Mein letzter Gang.«