Das ist der Krieg. Wenn Frieden ist, kann man an einem Platz sein ganz und gar.
Aber hier muß es bleiben, wie es ist. Deutsch muß es bleiben und friedlich. Das ist sicher. Daß man schaffen kann und seine Kinder aufziehen und daß das Land unser bleibt.«
»Hast etwas gesagt?« fragte das Weib.
»Es ist mir so gewesen.«
»Nein, ich hab’ nichts gesagt mit Wissen. Gedacht hab’ ich so manches. Man kann nicht alles sagen. Horch, Weib: es ist mir lieb, daß du fest hinstehst. Ich hab’s wohl gesehen, daß du’s tust. Es ist jetzt eine andere Zeit als sonst. Man muß die Zähn’ übereinander beißen und auf Gott vertrauen. Den Kopf hängen lassen darf man nicht. Es ist, wie wenn man zum zweitenmal auf der Welt wär’. Das, was vor dem Krieg gewesen ist, das ist das erstemal. Und jetzt ist’s wie eine andere Welt.«
Sie sagte nichts dazu.
Vielleicht gab sie sich Mühe, seine Anweisung auszuführen: die Zähn’ übereinander beißen und auf Gott vertrauen.
»Und horch, Weib: du hast die Hansenbäuerin gesehen. Das ist eine rechte Frau.
So wie die muß eins sein, wenn –«
»Sag nichts; ich weiß schon, was du meinst. Sag nichts. Man tut halt, was man kann. Der Pfarrer hat heut gesagt: Dein Wille geschehe, das heiße nicht immer hergeben, das heiße auch manchmal geschenkt kriegen.«