Als die Gedanken, von einem Ton in Hauchesstärke angerufen, köpflings zurückkehrten, war es vorbei.

Am Morgen sah die Schwester mit Staunen, wie schön, trotzig-kühn und sieghaft das Gesicht des jungen Schläfers war, und daß ein fast heiteres Lächeln die schmerzlich gepreßten Lippen geteilt hatte. Und auch mit Staunen sah sie, daß seines Freundes knabenhafte Züge über Nacht ein Stück reifer und tiefernster Männlichkeit bekommen hatten.

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Düring, der Kamerad, hatte Uhr und Brieftasche seines Freundes, und ein Büchlein, das er in der Brusttasche getragen hatte, zusammengepackt, um alles den Eltern zu schicken, und trug sich nun mit der Arbeit, ihnen zu schreiben, was sie wissen mußten und was ihnen das Herz schwer machen würde.

Er wußte, sie würden nicht kommen. Sie konnten sich die weite Reise nicht gestatten.

Als er die herben und schweren Worte niederschrieb, mochte er nicht in seinem Bericht fortfahren. Denn er sah wie mit Augen vor sich, wie die beiden beraubten Alten, deren Jüngstes und letztes hier lag, in Jammer ausbrechen würden, und sein Auftrag fiel ihm schwer.

Er schob das halbfertige Blatt zurück und fing einen Brief an den gemeinsamen Freund an.

Da kam der Sanitäter herein. Er hatte einen beschriebenen Briefbogen in der Hand, der war zerdrückt und blutbefleckt.

»Ich weiß nicht, ob das noch einen Wert hat?« fragte er und gab das Blatt dem Freund. »Ich fand es in seiner Tasche.«

Es war ein Brief, dessen Anfang fehlte, er trug die Handschrift des Verstorbenen.