Das war ihr Büblein, das?
Er lag im Bett oder vielmehr er saß, von allen Seiten gestützt.
Seine Augen glänzten. Der Atem pfiff.
»Das laß’ ich mir gefallen, daß du mir hast schreiben lassen,« sagte sie.
Sie sagten ohne weiteres du zu einander wie ehedem.
»Gestern Abend kam der Brief. Den ganzen Tag ist’s mir gewesen: es kommt etwas, es liegt etwas in der Luft. Ein Floh ist mir auf der Hand gesessen.
Weißt du das nicht, daß man sagt: »Floh auf der Hand, ein Brief im Land?« Darauf kann man gehen. Dann hat mir die Katze den Butterteller hinuntergestoßen. Es hat schon lang ein Stück vom Rand gefehlt, es ist nicht schad drum. Er ist in tausend Scherben gegangen. Das bedeutet ein Glück. Und so noch mehr Sachen. Ich kenn’ mich da aus. Das linke Aug’ hat mich gejuckt. Das soll Tränen bringen. Dann ist der Brief gekommen, da hab’ ich’s gewußt.«
Er lachte leise.
»Das war doch nichts zum Weinen?«
»Nein, nein,« sagte sie, »nicht grad. Aber weißt, ich bin so, mir läuft gleich das Wasser herunter. So hat’s meine Mutter auch gehabt. Weil du doch krank bist, das ist mir nicht recht.