Dann wär ich am liebsten in der Nacht noch fortgegangen.
Ich habe gemeint, es müsse noch ein Zug gehen oder ein Schiff.
Du bist doch immer der gleich’ Hurra, haben die Leut’ gesagt.
Jetzt habet ihr einander vierzehn Jahr’ nicht gesehen, es wird’s morgen auch noch tun. Aber mir ist es gewesen, als seiest du erst vorgestern von mir fort.«
Da breitete sich nach und nach ein glücklicher Schein auf seinem Gesicht aus. Er deutete auf den Stuhl an seinem Bett:
»Da setz’ dich hin und rühr’ dich nicht vom Fleck. Du brauchst mir nichts zu tun, die Schwester tut schon alles; sie ist gut und kann alles. Du brauchst nur da zu sein. Das ist so schön. Es ist, als ob du den ganzen See mitgebracht hättest.«
Er atmete schwer und mühsam. Grau und verfallen sah er aus.
»Er wird nicht sprechen dürfen, gelt Schwester?« fragte Jungfer Christiane.
»O doch, er darf schon, so viel es ihn freut. Er spürt schon, was ihm gut tut.« Da wußte Jungfer Christiane genug, und daß es zu Ende ging.
So hatte der Doktor auch gesagt, als ihre totkranke Mutter noch räsen Most verlangt hatte. »Schaden kann da nichts mehr.«