Aber die Hauptsache ist doch der Posten, so sagtest du, gleichviel welcher, und auch wenn es nur ein unbestallter und selbstgeschaffener wäre, und der Uniformierte sei letzten Endes nur ein sinnfälliges Abbild desjenigen Soldatentums, dem keiner entlaufen darf. So bedarf es denn keiner Entschuldigung, vielmehr obliegen mir diese Briefe, auch wenn sie nur die eines freiwilligen Grenzwächters sind, dessen Dienste unbegehrt, dessen verzweifelte Zeichen stets unverstanden blieben.

So höre denn, wie es weiterging.

Als ich vor dem Hotel Bellevue ausstieg, war es Mitternacht, und von der Fahrt in der überhitzten Kohlenluft und dem Auswendiglernen erschöpft, nahm ich das erste beste Staatszimmer; zu Kriegspreisen. Auch zog noch, trotz der späten Stunde, ein aufrechter Pikkolo mit gedeckten Schüsseln schwungvoll auf, und es waren nur mehr so abgelegene und unbeschwerte Bilder wie die des Marquis von Carabas und des gestiefelten Katers, an welchen ich festhielt.

Nicht so der stellvertretende Herr.

Allzu zeitig hing er schon am Telephon und gab mir seine Besorgnisse kund. Infolge eines neuen Erlasses, daß jeder Vortrag, welcher sich mit dem Kriege befaßte, acht Tage vor dem Termin eingereicht werden müsse, hielt jetzt das Generalkommando mit der Genehmigung zurück.

„O! Das Generalkommando wird gar nichts gegen meinen Vortrag einzuwenden haben,“ sagte ich, den Ellenbogen bequem aufgestützt, in das Rohr hinein.

„Aber nein! Aber keinesfalls! Diese Versicherung habe ich auch auf das ausdrücklichste gegeben, und ich habe kräftig vorgebaut,“ klang es lebhaft, fast aufgeregt zurück.

Nun, dachte ich, da ist jemand, der ja auf das Zustandekommen meiner Rede zu brennen scheint. Da kann ich mir den Luxus der stets so kleidsamen Gelassenheit erlauben.

„Hallo!“

„Ja?“ sagte ich.