„Um, das Doppelte.“
„Nur!“ rief sie strahlend.
Der Kommis glotzte sie verständnislos an.
Wir sagten schon, daß Mariclées Äußeres ein sehr unterschiedliches und trügerisches war. Hin und wieder realisierte sie den Typ einer dem Luxuszug soeben entstiegenen Straniera di distinzione und dies, wo immer sie sich auch befand, denn ganz heimisch war sie ja in keinem Lande. Aber heute, mit ihrem triefenden Sonnenschirm, ihrem alten, zu kurzen Handschuh und dem ungefähren und eilig aufgesetzten Hut, ließ ihre Erscheinung jenes sehr bestimmte Etwas, das die retuschierende letzte Hand einer Jungfer verleiht, entschieden vermissen.
„Kann ich mit der ‚Adriatic‘ nach Frankreich fahren?“ fragte sie jetzt mit schlecht verhehlter Ungeduld.
„Ich weiß es nicht,“ erwiderte der Kommis, „bitte sich an Schalter 16 zu wenden.“
„Hält die ‚Adriatic‘ in einem französischen Hafen?“ fing Mariclée auf Schalter 16 wieder an. Würde sie es denn nie erfahren?
„Jawohl; in Cherbourg,“ drang es wie aus einer Engelsposaune zu ihr. Ah! sie wußte es ja!
„Kann ich bis Cherbourg mit diesem Schiffe fahren?“
„Bedaure: unsere Liste ist seit einer halben Stunde geschlossen. Wenn Sie aber in Dover . . .“