Aber Mariclée, unbeweglich am Maste gelehnt, hielt ihren Blick zu dem Manne emporgerichtet, der über dem Geländer gebeugt zu ihr niedersah. „Da zieht er hin!“ dachte sie. Und plötzlich preßte sich ein Gitter so enge um ihr Herz, daß es sich zwischen den eisernen Stäben krampfte und brach.

So endete ihr Tag. So trennte sie das Meer.

Allein das goldene Tor der Sonne ist zerflossen, und vor dem leeren Himmel erbleichte schon das Meer. Es ist der Abend des 30. September. Die Zeit ist um. Zwei Monate von Mariclées seltsamem Leben, so sagten wir, seien hier preisgegeben und der Vorhang weit davon zurückgeschlagen. Dann mag sie wieder ihres Weges ziehn.

Ende

Druck von W. Drugulin, Leipzig

Anmerkungen zur Transkription

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