»Das ist schön!« rief der andere. »Da hast du unser liebes kunstsinniges München!«

»Ja, da hast du’s!« brummte wieder der eine.

Und wie es so geht auf dieser Welt, als sie eine kleine Strecke weiter gegangen waren, fingen sie fürchterlich zu streiten an. In der Hitze jedoch gebieten wir selten über die überzeugenden Worte, selbst wenn wir im Rechte sind, und grad ein Philister hat da oft leichtes Spiel.

Hier siegte denn auch der, dem beim Anblick der vielen Plakate das Herz freudiger schlug, und selbstbewusst und heiter kehrte er nach Hause zur Gattin.

Aber wie verdrossen ging der andre heim! Fiel ihm doch jetzt erst alles ein, was er im Eifer nicht fand; und wie sicher gestaltet sich nun seine Rede in den dunklen Strassen!

Immer feuriger ging er einher, als müsste er Schritt halten mit seinen Gedanken, und sah recht närrisch dabei aus!

Hier sei auch mir eine Bemerkung gestattet: Wage ich mich zwar jetzt mit dem Sprüchwort: Kinder und Narren etc. vor, so werde ich allerdings dem Vorwurf grosser Alltäglichkeit nicht entgehen, bringt uns heute doch fast jeder Plato’s finstre Höhle (die Höhle, ach, du lieber Gott, in der wir alle so gemütlich sitzen!), oder citiert jene grosse Neuigkeit von dem grössten Tragiker, nicht wahr, der zugleich etc. . . . . Denn nur in solchen und ähnlichen Reminiscenzen ergehen sich nunmehr unsere gewandten Bücher und halten streng an die Devise unsres Jahrzehnts:

»Kaviar für Alle.«

Vollends Sprüchwörter!

Gut, so will auch ich das meine nicht zu Ende sagen, doch bitte ich euch, lasst uns hören, was der Narr erzählte: