„Nein,“ schrie der Maskierte mit furchtbarer Stimme. „Dann gäbe es keine Gerechtigkeit mehr auf der Welt. Ich fühle es, noch kann ich Rache nehmen, ich will sie suchen, ich werde sie finden. Auf meinem Fahrzeug kann ich überall hingelangen. Zurück zum Luftschiff, welches mich blitzschnell von dannen trägt, in die höchsten Höhen des Luftmeers, dahin, wo noch nie ein Mensch gelangte. In die unerforschten Regionen des Erdballs, und vielleicht später, wenn mein Genie noch andere Verbesserungen getroffen, gar ins Universum, in die Sternenwelt. Mir ist nichts unmöglich!“

Bewundernd sah der Inder auf den stolzen Mann, der jetzt mit hastigen Schritten von dannen ging. Es war, als wollte er dem Ort entfliehen, an dem er einst so glücklich gewesen.

In rasender Hast eilte er zu dem Luftschiff, gefolgt von seinem Begleiter. Hinauf kletterten die beiden, dann hörte man den schrillen Ton einer Glocke, die Strickleiter verschwand, die Maschine knatterte, und stolz wie ein Aar erhob sich das lenkbare Luftschiff empor zur Morgensonne.

4. Kapitel.
Die Verschwörer.

Langsam sank die Sonne im Westen und vergoldete mit roten Gluten den Spiegel des Schwarzen Meeres.

Aus den Dünsten ragten die Türme der Hafenstadt Odessa hervor, jener Stadt, die in der Zeit der russischen Unruhen eine große Rolle spielte.

Die Sonne beglänzte die Hafenanlagen und den mächtigen Wellenbrecher, überall sah man die Masten von Schiffen, welche im Hafen eingelaufen waren.

Am Kai bewegte sich eine Menge Menschen dahin, Arbeiter, Kaufleute, Soldaten, ein emsiges Hasten und Treiben, wie es in Hafenstädten immer zu finden ist.

Und dennoch lastete es wie Gewitterschwüle über dieser Menge, wohin man blickte, sah man ängstliche Gesichter, besonders die vielen Juden, die man hier erblickte, zeigten eine Angst, die sie vergeblich zu verbergen suchten.

Es lag etwas in der Luft, das Verderben schien über dieser Stadt zu schweben, welche in der Geschichte der russischen Unruhen eine so verhängnisvolle Rolle spielte.