„Hört, hört, Herr,“ rief ihm der Wortführer der Geretteten nach. „Was geschieht mit uns? Hat man unseren Tod beschlossen?“
„Ich lasse nicht nutzlos morden,“ gab Mors zurück und verließ unmittelbar darauf das Zimmer.
Das war freilich ein schlechter Trost und die Schiffbrüchigen schienen über ihr Schicksal in Unruhe zu geraten. Sie flüsterten zusammen und warfen besorgte Blicke auf die bewaffneten Inder, die wie Statuen ihr Wächteramt verrichteten.
Am nächsten Morgen wurde Kapitän Mors gemeldet, daß ihn die Geretteten wieder zu sprechen wünschten.
„Sie haben sich alle gut erholt,“ meinte Star, der diese Botschaft brachte. „Es sind alles kräftige, stattliche Kerle. Sechs von ihnen stammen aus der Normandie, die anderen vier sind Irländer. Sie verstehen übrigens sämtlich etwas von der Mechanik und vom Ingenieurwesen, das habe ich durch allerhand Fragen herausbekommen. Wenn sie Gefangene bleiben, können sie uns möglicherweise gute Dienste leisten.“
„Das wird sich finden,“ erwiderte Kapitän Mors. „Mein Entschluß ist noch nicht gefaßt. Ich werde jetzt mit den Leuten sprechen.“
Eine halbe Stunde später stand Kapitän Mors vor den Geretteten, die mit scheuen Mienen auf den Mann schauten.
Sie trauten offenbar dem Frieden nicht und meinten, das Abenteuer möchte übel enden, sie fürchteten, daß Kapitän Mors den Befehl zu ihrer Hinrichtung geben möchte.
„Nun, was begehrt Ihr?“ fragte der Maskierte. „Was habt Ihr für ein Anliegen?“
Der Sprecher der Schiffbrüchigen war ein Irländer, der sich Wilkes nannte.