Mors gab keine Antwort, aber er teilte offenbar die Ansicht seines Gefährten.

Es durfte sich niemand aus den Häusern wagen, der Orkan schleuderte alles zu Boden. Nur der Luftpirat verließ einige Male sein Hauptquartier, dieser eiserne Mann trotzte selbst der Gewalt der Elemente.

Der Abend kam und der Orkan wütete mit unverminderter Gewalt fort, die Nebelmassen aber waren jetzt völlig verschwunden.

Der Sturm hatte sie hinweggefegt und nun bot die See ein Bild, wie man es selten zu schauen vermochte.

Haushohe Wogen jagten daher, und schlugen mit fürchterlicher Gewalt gegen die Klippen, die ihnen den Weg versperrten.

Ein salziger Sprühregen flog weit landeinwärts und die Uferfelsen waren mit weißem Schaum bedeckt, so daß es aussah, als ob Schnee gefallen wäre.

Da brauchte niemand Wache zu halten. Aber die Leute, welche an der Hafeneinfahrt wohnten, sahen bis spät in die Nacht auf die See hinaus und betrachteten mit nie ermüdendem Staunen das prächtige Spiel der entfesselten Naturgewalten.

Um Mitternacht vernahm Kapitän Mors den Zuruf der beiden Ingenieure, die jetzt in dem steinernen Hause wohnten.

„Kapitän, Kapitän,“ rief Terror, indem er an die Tür klopfte. „Wir haben eben draußen auf der See ein grünlich-blaues Licht gesehen. Es ist gerade, als ob da ein Fahrzeug von den empörten Wogen hin- und hergeschleudert wird. Aber merkwürdiger Weise ist kein Schiff zu erblicken.“

In wenigen Augenblicken stand Kapitän Mors am Fenster.