Da sah er auch den seltsamen Lichtschimmer, der ab und zu aufblitzte. Er zog an der Klippeninsel vorüber und es schien, als wolle er jene Stelle erreichen, wo die Felsen direkt senkrecht aus dem Meere emporstiegen.
„Es wird etwas von den Wogen dahingetrieben,“ sprach Kapitän Mors, „der Wächter, den ich heute morgen sprach, dachte an einen riesigen Fisch, aber das halte ich für ausgeschlossen, ich muß das unbekannte Ding für Menschenwerk halten.“
Mors hatte das Fenster aufgerissen.
Zu sehen war nichts mehr, man vernahm nur das Brüllen der Wogen, das gräßliche Sausen und Heulen des Sturmes, das Knarren und Aechzen der Palmen, die sich unablässig unter den anstürmenden Orkanstößen neigten.
So ging die Nacht vorüber und gegen Morgen brach sich die Gewalt der Elemente, der Orkan tobte nicht mehr, aber die Wellen brandeten noch mit aller Macht gegen die Steilklippen.
Auf der geheimnisvollen Insel pflegte man nach solchen furchtbaren Stürmen immer die Küste abzusuchen, da es nicht selten vorkam, daß alsdann Trümmer angeschwemmt wurden.
Oft genug fand man Eingeborenen-Canots von den benachbarten Inseln oder vielmehr die Trümmer dieser sonst ziemlich seetüchtigen Fahrzeuge.
Es war jetzt hell genug geworden, aber ein feiner Regen rieselte hernieder.
Kapitän Mors, die Ingenieure und einige Inder hüllten sich in ihre wasserdichten Regenmäntel und machten sich daran, den Klippenstrand der geheimnisvollen Insel zu umschreiten.
Unwillkürlich verfolgte Kapitän Mors den Weg nach dem nordöstlichen Strand und wendete sich der Stelle zu, wohin das blaugrüne Licht getrieben wurde.