Kapitän Mors ging sofort nach der Stelle, wo der „Meteor“ halb aus dem Krater hervorragte.
Er bog sich hinab und lauschte nach der Oeffnung hin, die seitwärts in das Innere des Planeten hineinführte, denn dort waren wohl ehemals die Lavaströme hervorgekommen.
Es blieb aber alles ruhig, es ließ sich nichts Besonderes vernehmen.
„Es war sicherlich siedende Lava,“ sprach Lindo, „es brauste und zischte, wie in einem Höllenkessel. Da links aber, wo sich die große Höhlung befindet, da war es auch nicht richtig. Da hinter den Felsblöcken haben wir auch ein sonderbares Geräusch vernommen, was freilich ganz anders klang. Ich sage Euch, Kapitän, die unterirdischen Gewalten ruhen nicht, die können bei der ersten Gelegenheit hervorbrechen. Da wäre es mit unserem „Meteor“ vorbei, da könnten wir unser Leben auf dem unheimlichen Planeten beschließen.“
Diese Erklärung Lindos brachte Kapitän Mors auf den Gedanken, vorerst weitere Wanderungen auf dem merkwürdigen Weltkörper zu unterlassen und seine ganze Energie der Wiederherstellung des Weltenfahrzeuges zuzuwenden.
Der Professor freilich schwärmte noch immer von diesen Wundern einer Welt, die für den Erdenkörper seit hunderttausenden von Jahren verschollen waren. Er glühte vor Forschereifer, er wollte auch die Geheimnisse des großen Feuerberges erforschen.
Da gab es allerdings Geheimnisse genug, denn dieser Ausbruch war ganz anders, als eine Katastrophe auf dem Erdball.
Man konnte diese Vulkanausbrüche mit den regelmäßigen Atemzügen eines schlummernden Riesen vergleichen.
Zeitweise war alles still, diese Ruhe dauerte manchmal eine viertel oder gar eine halbe Stunde. Da lag der ungeheure Vulkan so ruhig, als wäre das unterirdische Feuer vollständig erloschen.
Dann aber hörte man ein dumpfes, langanhaltendes Grollen, dem ein merkwürdiges Aechzen und Schnauben folgte. Es war, als ob das riesige Ungeheuer, welches in der Tiefe zu ruhen schien, Atem holte und so zu einer gewaltigen Kraftanstrengung Luft schöpfte.