Kapitän Mors gab seine Einwilligung zu erkennen, es hatte ja auch nicht den geringsten Zweck, daß man vordrang. Die Farrenbäume wuchsen in einem Morast, dort liefen die kühnen Eindringlinge Gefahr, spurlos im Sumpf zu verschwinden.
Nun ging es wieder über die Felsenklippe zurück, wo die Dunkelheit die Wanderer überraschte. Da hörte man vom Walde her wieder die schrecklichen Töne, das Aechzen, das Rauschen und Prasseln, den durchdringenden Schrei und das Flattern des Riesenvogels oder der ungeheuren Fledermaus, welche durch die Lüfte flog.
Dann kehrte man, als es hell wurde, wieder in die Steinwildnis zurück, wo der „Meteor“ in dem erloschenen Vulkan lag.
Man sah Lindo und Star, die von einigen Indern unterstützt, an dem Riesenmagneten hantierten.
Die Männer winkten eifrigst, als sie Kapitän Mors und dessen Begleiter erblickten. Die Rückkehrenden glaubten schon, daß ihre Gefährten in Besorgnis gewesen seien.
Lindo kam dem Kapitän mit großen Sprüngen entgegen.
Es sah sonderbar aus, wie er mit der Leichtigkeit eines Federballs über ziemlich hohe Felsblöcke hinwegsprang, aber das war ja kein Wunder, auf diesem kleinen Weltkörper konnte der um so vieles leichtere Menschenkörper auch höhere Sprünge unternehmen, ohne sich im mindesten zu verletzen.
„Was gibt’s?“ fragte Mors. „Ist etwas Besonderes vorgefallen?“
4. Kapitel.
Die Geheimnisse des Feuerberges.
„Da unten in dem ausgebrannten Vulkan ist es nicht ganz richtig,“ meinte Lindo. „Der ist wohl bloß scheinbar erloschen. Wir haben schon mehrmals sonderbare Töne vernommen, ein Zischen und Fauchen und zwar als es dunkel war. Das ist ja hier eine merkwürdige Geschichte. Tag und Nacht ist so rasch, daß man kaum zur Besinnung kommt. Da unten in dem Krater sind vielleicht die unterirdischen Gewalten tätig. Genug, da könnte es leicht sein, daß uns plötzlich ein Lavastrom überraschte. Das wäre doch eine bedenkliche Sache.“