Ein gewaltiger Blutstrahl sprudelte hervor, fast wie aus einem Springbrunnen. Kapitän Mors duckte sich schnell und entwischte gerade noch aus den Krallen des Ungeheuers, die ihn zu packen drohten.
Wieder tönte das Schnarchen, gräßliche Wut malte sich in den weiß leuchtenden Augen des Ungetüms, aber seine Bewegungen waren nicht mehr so schnell wie vorhin, es schien die Wirkung der blanken Waffe zu spüren.
Das Blut schoß wie eine Fontäne aus der Wunde in der Brust und es war möglich, daß der Stich das Herz verletzt hatte. Die Bestie warf schreckliche Blicke auf den Menschen, der jetzt mit Befriedigung die entschwindenden Kräfte des Angreifers bemerkte.
Inzwischen war Lindo auch nicht müßig gewesen und hatte mit der Axt auf die von Mors bezeichnete Stelle losgehauen.
Der Brave hieb zu, als wollte er einen Baumstamm fällen, aber das war sein Glück. Es gelang ihm, mit der haarscharf geschliffenen Axt den Halswirbel des Ungeheuers zu durchschneiden und das Rückgrat an der Stelle zu trennen, wo der Schlangenhals mit dem massigen Leibe verbunden war.
Auch dieses Ungeheuer stieß ein fürchterliches Schnarchen aus, welches aber fast einem Gebrüll ähnelte, dann drehte es sich ein paar Mal rund herum, fiel auf den Rücken und begann im Todeskampf schrecklich zu zappeln.
Da sah Kapitän Mors, der eben noch seine Aufmerksamkeit seinem Gegner zugewendet, das dritte Ungeheuer lautlos herangleiten. Kein Zweifel, es wollte Lindo von hinten packen.
„Drehe Dich um Lindo,“ schrie der Luftpirat mit furchtbarer Stimme. „Es ist noch eins hinter Dir! Rasch, rasch, es will Dich fassen!“
Der Inder sprang blitzschnell bei Seite und das war sein Glück, da im selben Moment das Ungetüm an der Stelle, wo er gestanden, anlangte.
Es röchelte und schnarchte und drehte den langen Schlangenhals bald nach rechts, bald nach links, indem es die beiden Männer mit den fürchterlich leuchtenden Augen anstarrte.