„Nicht möglich,“ erwiderte Mors mit flüchtigem Lächeln. „Ihr habt doch noch keine Reise nach dem Planeten Jupiter unternommen?“

„Wir haben dieses Land auf den Bildern in unseren Tempeln gesehen,“ lautete die Antwort. „Es ist das Land, in welchem unser Gott Brahma wohnt. Es ist seine Heimat und deshalb sind wir glücklich. Dort aber, jene wassergefüllten Ringe sind die Eingänge zur Hölle, in welche die grasgrünen Teufel alle die hinabziehen, welche nicht an Gott Brahma glauben.“

„Der Henker hole euch mit euren grasgrünen Teufeln und eurem Brahma,“ murmelte Terror, der sich hier ganz und gar nicht behaglich fühlte. „Ich wollte, wir schwebten fünfzigtausend Meilen von dieser vertrackten Welt, anstatt daß wir hier im Sande eines unbekannten Ozeans liegen. Der Teufel weiß, wann wir hier wieder loskommen. Meinethalben kann mir der ganze Jupiter gestohlen bleiben.“

5. Kapitel.
Im Bann des Aberglaubens.

Am glücklichsten war der Professor, denn der geriet vor Entzücken außer sich.

Mors mußte ihn festhalten, sonst wäre der Professor Hals über Kopf in den Sand hinuntergesprungen und in die fremdartige Landschaft hineingelaufen.

Das gab der Luftpirat aber nicht zu, denn er wollte sich erst überzeugen, ob nicht etwa Gefahren in diesem fremden Lande lauerten.

Allerdings hatte es zur irdischen Devonzeit keine Ungeheuer gegeben, die den Menschen gefährlich werden konnten. Aber auf dem Jupiter konnte sich das anders verhalten und Mors dachte nicht im mindesten daran, van Halen einer Gefahr auszusetzen.

Mors hatte den Professor, der mit solcher Begeisterung an ihm und seinen Werken hing, schon sehr lieb gewonnen und zählte ihn zu den vertrautesten seiner Gefährten. Auch dachte er daran, daß Anita verzweifeln würde, wenn der Professor nicht nach der Erde zurückkehrte.

Aber konnte man denn überhaupt zurück? Blieb denn nicht das Weltenfahrzeug für immer an diesen Planeten gebannt? Jetzt sah es so aus, als ob die tollkühnen Abenteurer ihr Leben auf dem Jupiter beschließen müßten.