Eine Anzahl der freiheitsliebenden Verschwörer wurde im Kampf getötet, andere gefangen und nach kurzem Prozeß hingerichtet. Diejenigen, welche zu flüchten vermochten, begaben sich in indische Hochgebirge, wurden aber auch dort von den Engländern verfolgt und wie die wilden Tiere umhergehetzt.

Die freiheitsliebenden Männer gaben sich schon verloren, als sie mit Kapitän Mors’ Sendboten zusammentrafen.

Dieser hatte seinen getreuen Lindo und zwei andere Inder ausgeschickt, um neue Mannschaft anzuwerben und schwebte mit seinem lenkbaren Luftschiff über den schneebedeckten Hochgebirgen.

Mit tausend Freuden nahmen die Gehetzten und Geächteten das Anerbieten Lindos an und schwuren den fürchterlichen Eid, durch den sie sich für immer an Kapitän Mors banden.

Bald führte sie das lenkbare Luftschiff nach der Insel im Südmeer und die zähesten und widerstandsfähigsten dieser Männer waren es, welche Mors bei seiner neuen großen Reise in den Weltenraum begleiteten.

Auch zwei Normannen befanden sich unter der Mannschaft, die zwanzig Köpfe zählte. Dazu kamen noch Mors und der Professor.

Aber es war noch ein anderes Wesen zugegen, nämlich die Schwester des ehemaligen Todfeindes des Luftpiraten.

Es war Nelly, Ned Gullys Schwester, die jetzt auf den Luftpiraten schwor.

Ihren dämonischen Bruder, den Kapitän Mors vernichtet, hatte sie längst vergessen und war mit Leib und Seele eine Anhängerin des Mannes mit der Maske geworden. Dieses noch so junge Mädchen besaß einen wahren Feuergeist und einen glühenden Hang zu phantastischen Abenteuern; sie besaß außergewöhnliche mechanische und technische Kenntnisse, in denen sie sogar die Töchter des Ingenieurs Long, die beide auf der Insel als glückliche junge Frauen zurückgeblieben waren, übertraf.

Anita war die Gattin des Professors und auch Lucy Long hatte einen Mann gefunden. Es war einer der stolzen Inder aus den Hochgebirgen, in dessen Adern fürstliches Blut rollte.