Auch Nelly konnte sich diesem merkwürdigen Zauber nicht entziehen.
Ein bitteres Lächeln schwebte um den Mund des Luftpiraten, als er in den dunklen Augen des Mädchens die Verwirrung las.
Mors dachte an die Zeiten, wo auch er glücklich gewesen war. Er erinnerte sich an jene furchtbaren Tage, wo er alles verlor, was er lieb hatte, wo die Verzweiflung, der Grimm gegen die Menschheit, ihn zum Luftpiraten machte, wo er seine furchtbare Waffe, das lenkbare Luftschiff erbaute.
Aber das ging rasch vorüber.
„Nelly,“ sprach der Mann mit der Maske. „Ich habe Euch etwas zu sagen. Ich fahre diesmal mit einer Mannschaft, die ich noch nicht ganz genau kenne, die beiden Normannen sind freilich treu und zuverlässig, aber die Inder habe ich, obwohl sie mir den Treueid geschworen, doch noch nicht so prüfen können, wie meine Veteranen. Nun hört. Sollte jemand Euch in irgend einer Weise unbescheiden nahen, dann kommt Ihr sofort zu mir und teilt mir alles mit. Laßt Euch nicht durch Scheu oder durch Rücksicht anderen Sinnes machen. Sagt es mir ganz offen, wenn Euch jemand irgendwie belästigt oder beleidigt. Das ist nötig, schon um die Autorität aufrecht zu erhalten. Ich erwarte, daß Ihr mir in diesem Falle sofort Meldung erstattet.“
Nelly versprach das und schien über das ihr bezeigte Vertrauen ganz glücklich zu sein. Der stolze Mann aber verließ den Raum und schritt weiter, durch die Gänge und Räume des Weltenfahrzeugs, welches mit geradezu unheimlicher Schnelligkeit durch die Unendlichkeit dahinflog.
2. Kapitel.
Unbekannte Verfolger.
Seit dem Beginn der Weltenfahrt waren Wochen verstrichen.
Die Erde erschien schon längst als ein Stern, der sich nur durch etwas helleren Glanz von den übrigen Himmelskörpern unterschied.
Dagegen hatte man sich dem Ziel, welchem man zustrebte, um ein Bedeutendes genähert.