„Ich verstehe,“ versetzte Mors mit großer Ruhe. „Sie wünschen, daß ich mit meinem Weltenfahrzeug dies Vorhaben vereitle? Wenn jene Unholde mit dem Zerstörungsstoff zurückkehren, ist es zu spät. Sie würden zuerst mich und meine Fahrzeuge vernichten. Ich bin Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, Herr Reymond, und ich erneuere zum dritten Male mein Anerbieten, mit mir nach meiner fernen Insel zu reisen.“
„Nein, ich bleibe in Frankreich,“ erwiderte Reymond. „Ich habe jetzt meine Pflicht getan und das Schicksal der Erde in Ihre Hände gelegt.“
„Aber Sie sind verloren, Herr Reymond,“ sprach Mors, indem er sich langsam erhob. „Ich fürcht das Schlimmste.“
Es war umsonst. Reymond gab nicht nach, er hing zu sehr an seiner schönen, sonnigen Heimat. In dieser Beziehung war er ein Starrkopf.
Er gab Mors noch verschiedene Informationen, aus denen der Luftpirat den Ort entnehmen konnte, an welchem die Weltenfahrzeuge erbaut wurden.
„Ich schulde Ihnen wirklich außerordentlichen Dank,“ erwiderte der Luftpirat. „Ich habe Ihnen sogar das Fenster zerbrochen und Sie in ihrem Schlaf gestört. Sprechen Sie, Herr Reymond, kann ich Sie nicht in irgend einer Weise für diese wichtigen Mitteilungen belohnen?“
„Nein,“ erwiderte der Franzose. „Ich bin selbst sehr vermögend und bedarf nichts. Ich habe jene Pflicht erfüllt, welche das Gebot der Menschenliebe vorschreibt und bin überzeugt, daß Sie alles aufbieten werden, um das Furchtbare zu verhindern. Damit bin ich reich belohnt, das genügt vollkommen.“
„Nun denn, so muß ich handeln,“ rief der Luftpirat. „Ich darf keine Zeit verlieren. Hier ist vielleicht jede Minute kostbar. Leben Sie wohl, mein Herr, ich ruhe und raste nicht, bis ich das Furchtbare verhindert habe. Gelingt es mir nicht, dann habe ich meinen Untergang gefunden.“
Er sprach diese Worte mit finsterem Entschluß und schwang sich auf das Fensterbrett.
Außerhalb befand sich eine kleine Brüstung, da glaubte der Ingenieur trotz der Dunkelheit zu sehen, daß sich dort etwas Schattenhaftes bewegte.