Die anderen Inder stießen drohende Rufe aus und gelobten fürchterliche Vergeltung.

Von neuem wurde gearbeitet. Mors war der erste an der Spitze. Er legte selbst die schweren Panzerplatten auf das Leck, während die Inder die Bolzen durch die Verbindungsstücke hindurchtrieben und Terror alle Lücken auf das sorgfältigste verlötete. Ueber den Arbeitenden aber stand drohend der Feuerkomet, der sich mit unbegreiflicher Geschwindigkeit dem dunklen Kometen zu nähern schien.

Unablässig nahm er an Größe zu, die Luft schien zu glühen, die dunkle Röte, welche das Firmament erfüllte, gab die Beleuchtung zu der Arbeit, die mit ungeschwächten Kräften zu der Wiederherstellung des schwerverletzten „Meteor“ fortgesetzt wurde.

5. Kapitel.
Der Zusammenstoß.

Wieder waren sechsunddreißig Stunden verflossen.

Wer den Schaden, den die Höllenmaschine hervorgerufen, betrachtete, hätte gedacht, daß die Besatzung des Weltenfahrzeugs die Hände in den Schoß gelegt haben müsse. Noch immer klaffte das furchtbare Leck, aber das war nur Schein. Mors hatte bereits alle Panzerplatten, die zur Schließung der Oeffnung dienten, zugerichtet. Die Rippen waren schon befestigt, und so brauchten die Inder die Panzerplatten nur aufzulegen. Dann wurde der „Meteor“ in den Stand gesetzt, wieder in das Weltall emporzusteigen und dem drohenden Zusammenstoß der beiden Kometen zu entrinnen. Von dem Observatorium kam zuweilen eine Botschaft des Professors. Dieser beobachtete den nahenden Kometen, und die Botschaften mahnten zur höchsten Eile. Sie wurden Mors insgeheim überbracht, damit sich die Inder nicht etwa durch die drohende Gefahr entmutigen ließen. Die Leute ahnten aber wohl, was ihnen bevorstand, auch sahen sie mit ihren eigenen Augen den feurigen Riesen herannahen. Sie gönnten sich kaum die nötigste Ruhe, sie verzehrten ihre Mahlzeit, während sie arbeiteten, sie taten das äußerste, was sie nur vermochten.

Die Luft sah geradezu unheimlich aus. Es schien, als ob man sich in einem Glutmeer befände. Immer dunkler wurde dieser rote Schein, so daß man zuletzt das Gefühl hatte, in einem feurigen Ofen zu stehen.

Mors sprach seinen Leuten unablässig Mut zu, aber er sah, daß die Männer oftmals nach dem Feuerkometen emporblickten. Dort schien eine unheimliche Kraft tätig zu sein, es sah manchmal so aus, als ob sich der Komet drehte und wendete, oftmals glich er einem feurigen Drachen.

Als die Inder gerade beschäftigt waren, die Panzerplatten auf dem Leck zu befestigen, hörte man hoch droben ein furchtbares Brausen und Zischen. Der Metallkörper des Weltenfahrzeuges verdeckte die Aussicht auf den Kometen, Mors sprang rasch zu einem naheliegenden Felsen. Der Anblick, der sich ihm bot, war geradezu unheimlich. Der große Feuerkomet schien sich gedreht zu haben, er glich einer riesigen Flamme, die sich langsam auf den weiten dunklen Kometen herabsenkte.

Einige Inder, die gerade ihre Ruhepause hatten, kamen entsetzt auf die obere Brüstung gestürmt, auch der treue Terror zeigte sich auf der Galerie und betrachtete mit einem Fernglase den ungeheuren Kometen. Zwei der arbeitenden Inder stürzten zu Mors, der wie eine Bildsäule auf dem Felsen stand.