„Und dann?“ fragte der Herrscher.

„Meine Hoffnung ist geschwunden,“ erwiderte der Prinz. „Meine eigenen Beobachtungen geben mir die Gewißheit, daß das Schreckliche bevorsteht und das gleiche sagten auch die Gelehrten. Der Riesenkomet trifft mit der Erde zusammen und vernichtet alles Leben. Anfangs hoffte ich noch darauf, daß das nahende Ungeheuer durch andere Planeten in seinem verderblichen Lauf gestört werden könnte, aber auch diese Hoffnung ist dahin. Unsere Instrumente haben es bewiesen, die Planeten können den Vernichter nicht mehr aufhalten. Er saust mit großer Geschwindigkeit auf die Erde zu, er wird mit der Erde zusammentreffen.“

Draußen tobte der Lärm, das Gebrüll der rasenden Volksmenge schallte herüber. Wieder knatterten Schüsse.

Der Herrscher ging mit großen Schritten im Saale auf und ab.

„Warum mußte ich das erleben?“ sprach er, sein ergrautes Haar flüchtig im Spiegel betrachtend. „Warum konnte ich nicht in der Gruft meiner Vorfahren ruhen? Jetzt muß ich den doppelten Untergang der Erde mit ansehen. Es ist fürchterlich, es ist entsetzlich. Die Empörung droht nicht allein in unserem Lande, sondern auch in allen Kulturstaaten der Welt.“

Plötzlich blieb der Herrscher stehen.

„Du willst mir noch etwas sagen,“ sprach er zu dem Prinzen. „Ich sehe es Dir an, Du hast noch etwas auf dem Herzen. Sprich, ist es etwas Wichtiges?“

„Es ist allerdings etwas Wichtiges,“ lautete die Antwort. „Aber ich bin überzeugt, daß der Vorschlag, den ich machen könnte, mit Entrüstung zurückgewiesen wird.“

„Wie — was?“ rief der Herrscher erregt. „Zurückgewiesen? Ist es ein Vorschlag, der die Katastrophe verhindern könnte?“

„Das kann ich nicht sagen,“ erwiderte der Prinz. „Aber es würde der letzte Zweifel beseitigt werden. Ich habe ja immer noch eine ganz schwache Hoffnung, daß das Fürchterliche vermieden wird. Aber die Menge denkt nur an den drohenden Untergang der Erde, die Massen sind in Verzweiflung, sie wollen noch einmal ihr Dasein genießen.“