Dagegen befinden sich in Altenburg zwei Portraits der Prinzen Ernst und Albrecht in rothen Kleidern, welche weit authentischer zu sein scheinen. Von diesen beiden letztern Gemälden befinden sich jetzt Copien im Köhlerhause am Fürstenberge, welche Se. Durchlaucht der jetzt regierende Herzog von Altenburg, Joseph, demselben huldreichst verehrt hat. Gemalt sind sie vom Professor Friedrich Ludwig Theodor Döll zu Altenburg im Jahre 1839. –

Nachstehendes Gedicht wurde zur damaligen Zeit als beliebtes Volkslied vorzüglich von den Bergleuten oft gesungen:

Wir wollen ein Liedel heben an
Was sich hat angespunnen
Wies in dem Pleisnerlande gar schlecht war bestallt
Als sein Jungen Fürsten geschah groß Gewalt
Durch den Cunzen von Kauffungen, ja Kauffungen.

Der Adler hat uf den Felß gebawt
Ein schönes Nest mit Jungen
Und wie er einst warn geflogen aus
Holete ein Geyer die jungen Vogel raus
Drauf wards Nest leer gefungen, ja gefungen.

Wo der Geier uff dem Dache sitzt
Da trugen die Küchlein selten
Es wären mein weele ein seltsam Narrenspiel
Welcher Fürst sein Rathen getrawt soviel
Muß offt der Herrschaft entgelten, ja entgelten.

Altenburg, du bist zwar eine feine Stadt
Dich thät er mit Untreu meinen
Da ie die waren all Hoflüt rauschend voll
Qvam Cunze mit Leytern und Buben toll
Und holte die Fürsten so kleine, ja so kleine.

Was bloß Dich Cunz für Unlust an
Da Du yns Schloß mir steigest
Und stylst die zarten Herren raus
Als der Curförst aber war nicht zu Hauß
Die zarten Försten-Zweige, ja Försten-Zweige.

Es war wohl als ein Wunder Ding
Wie sich das Land beweget
Was uff allen Straßen warn för Leut
Die der Reubern nachfolgeten in Zeit,
Alles wibbelt, kribbelt, sich bereget, ja bereget.

Im Walde dort ward Cuntz ertapt
Da wollt he Beeren naschen
Were he in der Hast sacken fortgeretten
Das öhm die Köhler nit geleppischt hetten
Hett he sie kunt verpaschen, ja verpaschen.

Aber sie wurden ihm wieder abgejagt
Und Cunz mit synen Gesellen
Uff Grünhayn in unsers Herrn Abts Gewalt
Gebracht und darnoch auch uf Zwickau gestalt
Und musten sich lan prellen, ja lan prellen.