Das von Trillersche Wappen ist noch bekannt und ist mit folgenden Insignien geschmückt:

Ueber dem Helm zeigt sich der halbe Leib eines Köhlers, welcher mit beiden Händen einen Schürbaum[79] hält, als wolle er mit selbigem zuschlagen. Im Wappenschilde selbst sieht man im linken Felde einen gelben Löwen, der in seinen Branken einen Zschörper, oder großes Kohlenmesser hält. Im rechten Felde aber erscheint ein goldfarbner Löwe, welcher einen doppelt gekrümmten Schürhaken[80] in seinen Branken hat und in einem untern Felde ist ein schwarzer Bär, der auf den Traum deutet, welchen die Kurfürstin vor dem Prinzenraube hatte.[81]

Die Familie ist jetzt sehr ausgebreitet, sie schreiben sich sowohl von Triller, als auch blos Triller. – Schreiter a. a. O. erwähnt einen Johann Samuel Triller, Tuchmachermeister und Bürger in Saalfeld, welcher im Jahre 1803, als ältestes Mitglied der Familie, männlicher Linie, das Gnadenkorn aus dem Rentamte Zwickau zu erheben hatte. Dieses Gnadenkorn bezieht gegenwärtig, wie schon oben einmal gedacht worden ist, der Herr Pastor Triller zu Nägelstädt bei Langensalza in Thüringen.

Lith. Anst. v. Rudolph & Dieterici in Annaberg R. Böhme lith W. Bischert gedr.
Das Denkmal am Fürstenberge.


II. Das Denkmal am Fürstenberge.

(Dazu Abbildung No. 2.)

Jahrhunderte sind vergangen und nicht ein Stein, geschweige denn ein Monument zeigte oder zierte die Stelle, wo der Stammvater unsers allgeliebten Regentenhauses aus den Händen eines habsüchtigen Ritters befreit wurde. Nur durch Tradition wußte man, daß an diesem Orte, wo jetzt das Denkmal steht, Herzog Albrecht seine Rettung einem schlichten Köhler zu verdanken hatte, doch noch sehr ungewiß, ob bei Wiesenthal[82] oder Grünhain oder anderswo die Stelle wäre. Als ein Geschichtsforscher, Namens Schreiter, Pfarrer zu Elterlein, in seinem mit dem aufopfernsten Fleiße und sorgfältiger Mühe gearbeiteten Werke: »die Geschichte des Prinzenraubes kritisch bearbeitet. Leipzig, 1804« uns jeden Zweifel benahm.