Nähere Beschreibung des Köhlerhauses.
(Dazu Abbildung No. 3.)
Zuerst gelangt man (s. Abbildung B.) auf 3 steinernen Stufen (a) in die 13½° lange und 3½° breite mit Steinplatten gepflasterte Hausflur (b). Von der Hausflur rechts kommt man hiernächst in das große Gesellschaftszimmer (c), welches 13½° lang und 9° breit ist. Auch befindet sich in selbigem an der Hausflurseite ein gußeiserner Etagenofen (d). Verläßt man dieses Zimmer und wendet sich in der Hausflur links, so gelangt man in die 6° lange und 5½° breite Wohnstube des Wächters (e) in der sich ein Plattenofen (f) befindet. Von hieraus führt eine Thüre in die 6° lange und 3½° breite Stubenkammer (g) worin sich auf der hinteren Seite eine Erhöhung (h) durch den Kellerhals hervorgebracht, befindet, zu der eine 3 Stufen hohe Treppe führt (i). Geht man sodann in die Hausflur zurück, so kommt man auf der linken Seite, in die 3¾° lange und 2½° breite Küche (k). In derselben steht ein gemauerter Heerd (l) mit eingesetzter Bratröhre (m). Ferner führt von der Hausflur aus links durch eine Doppelthüre auf einer Treppe (n) (s. Abbildung A. a.) von 11 steinern Stufen in den 9° langen und 4° breite einfach gewölbten (s. Abbildung A. b.) Keller (Ac.) (o). Kommt man wieder hinauf aus dem Keller zurück, so gelangt man durch zwei Thüren in die Privets (p). In die Etage (C.) gelangt man durch eine mit Geländern versehene 13 Stufen hohe hölzerne Treppe (q). Durch die Treppe (s. Abbild. C.) (a) kommt man auf einen kleinen Vorboden. (b) Auf diesem befindet sich ein Dachfenster. (c) Dem gegenüber in das 8¾° lange und 5½° breite kleine Gesellschaftszimmer (d), in welchem ein kleiner gußeiserner sogenannter Kanonenofen (e) sich befindet. Verläßt man dieses Zimmer so kommt man rechts von obengenannten Vorboden in die Schlafkammer des Wächters (f), sie ist 16° lang und 6½° breit, auch geht hier die Esse (g) zum Dache hinaus. Dieser Kammer gegenüber, mithin links des Vorbodens ist eine zweite ebenfalls so lange und breite Kammer (i) als die Vorige. Von dieser Kammer aus führt eine hölzerne 9 Stufen hohe Treppe (k) auf den Oberboden.[111]
Der Stall (s. Abbild. A. d.) befindet sich im Erdgeschoß und ist 12° lang und 9° breit. Uebrigens ist er zu 8 Pferden, mit 3 Standbäumen (e. f. g.) und einer Krippe (i) versehen. Am östlichen Ende befindet sich ein Kuhstand. (h) –
Die Kosten des Baues betrugen, alles gerechnet, über 1000 Thlr. Baumeister waren der Zimmermeister Friedrich Rau in Schwarzenberg und der Mauermeister Karl Hübschmann in Grünstädtel. –[112]
So wurde ein Werk, welches im Anfang so schwierig zu gedeihen schien, doch durch den unermüdeten Eifer des Herrn Rentamtmann von Schleinitz und des Herrn Finanzprocurator Lindner zur Zufriedenheit Aller vollendet. –