Im Paradies wird es sicher einmal keine Polizeivorschriften geben, aber auch nur Menschen, die das Vernünftige von selbst tun. Das mögen sich die jungen Wanderer merken, welche glauben, die sehr wichtigen amtlichen Vorschriften jedes Landes über das Anzünden von offenen Feuern nicht kennen zu brauchen.
Man kann in aller Gutherzigkeit Dinge tun, die andern sehr schlecht bekommen. Wir haben einmal zu dritt einen Fischernachen benutzt, um an das andre nahe Ufer eines Sees zu fahren, und machten das Schiff ohne Erlaubnis los, weil wir sicher waren, es in kurzer Zeit wieder zurückzubringen. Aber es verging ohne unsere Schuld ein ganzer Tag, und wir kamen gerade dazu, wie ein anderer Junge als vermeintlicher Täter von dem Fischer die Prügel bekam. Es half uns nichts, daß wir uns gleich als Täter bekannten; und wir haben auf jener Wanderung wie im ganzen Leben kaum einen so trüben Abend voller Beschämung gehabt wie damals.
Wenn dein Deutschtum in dir nicht mit einigen guten Tropfen von Menschheitsgefühl und Weltbürgerempfinden gesalbt ist, dann lasse lieber das Reisen im Ausland.
Es ist etwas Herrliches um unsere deutsche Wanderbewegung. Aber die Zeit ist nicht fern, wo eine große Anzahl von denen, die heute mit Rucksack und Hakenstock der Natur und den Mitmenschen näher kommen, es für – unfein halten und mit der gelassenen Empörung der »Vornehmen« wieder in ihren vier Wänden sitzen bleiben werden, weil ja heutzutage »einfach alles, alles mögliche wandert«.
Menschen.
Drei Arten gibt's von Menschen, sagt der Koran: den Freund, den Sanften und den Tapferen. Den einen erkennt man in der Not, den anderen im Zorn, den dritten in der Gefahr.