Aber auch der alte Schließer trat jetzt heran:

»Verzeihen Sie, Herr Lieutenant! Die Herren hatten mir Grüße zu bestellen gegeben; soll ich das noch besorgen?«

»Nein, braver Alter!« sagte Zander – »ich hoffe, das können wir nun selbst besorgen.«

»Aber das Geld?« sprach verlegen der Mann.

»Ach so! – Ja, etwas davon werden wir wohl nun brauchen. Wir haben dem wackern Mann unsere Barschaft gegeben!« fügte Konrad erläuternd bei.

»Mag er es behalten!« sprach der Lieutenant; »für Ihre Weiterreise wird gesorgt werden. Doch nun rasch. Der General wartet.«

Die beiden reichten dem Schließer die Hand, dann gingen sie mit dem Offizier durch den Korridor, vorbei an den salutierenden Wachen, und traten hinaus in die Nacht. Der Offizier wendete sich schweigend nach einer engen, dunklen Gasse, und hier erst sagte er halblaut, rasch:

»Kennen Sie mich wirklich nicht? – Ich bin nicht Karl …, sondern Erich …«

Überrascht sahen ihn die Freunde an und wollten sprechen, er aber fuhr fort:

»Still, um Gotteswillen! Sehen wir, daß wir die Stadt hinter uns lassen, dann sollen Sie alles erfahren. Wir sind bald am Thore, und die Offiziere sind heute beim General geladen, so daß wir wohl ohne Gefahr entkommen!«