»He, Hähnchen, haben dich die Welschen nicht gebraten? – Na, du verstehst ja, dich zu salvieren!«
So rief er, und der Ton war so hämisch und spöttisch bitter, daß Konrad seine gewohnte Ruhe vergaß, von seinem Sitze aufsprang, den andern an der Brust packte und erregt sagte:
»Was willst du damit behaupten? Ich verbitte mir alle gehässigen Anzüglichkeiten.«
»Oho, das Hähnchen will hacken – gieb acht, daß du nicht eins auf den Schnabel erhältst!«
Konrad versetzte dem andern einen Stoß vor die Brust, daß er taumelte, aber im nächsten Augenblicke hatte dieser seine Waffe blank gezogen und drang auf den Wehrlosen ein, ehe jedoch noch die andern zuspringen konnten, war schon Zander dem Erregten in den Arm gefallen und hatte mit raschem, kräftigem Griff ihm den Säbel entwunden.
Es herrschte allgemeine Aufregung, keiner war auf seinem Sitze, alle schrieen durcheinander, die beiden Gegner aber standen jetzt wie festgebannt. Zanders laute, zornig erregte Stimme klang durch den Lärm:
»Soll ich ihm die Waffe zerbrechen, nachdem er sie so unehrlich gezogen hat?«
Er stemmte bereits den Fuß gegen die Klinge, während Bastian todbleich und regungslos darauf hinstarrte, da sprang Konrad vor:
»Halt ein! – ich bin die Veranlassung gewesen zu der häßlichen Scene! Ich mußte Bastians Worte nehmen für das, was sie sein sollten – für Scherz! Gieb ihm die Waffe wieder, Zander!«
Schweigend, unmutig reichte sie dieser Bastian, der finsteren Blicks und schnell danach griff; Schmidt aber trat an diesen heran und sagte: