»Entschuldige, wenn ich heftig war – mir liegt wahrlich nicht daran, den Frieden und die gute Kameradschaft zu stören, noch weniger aber, den neuen Kameraden zu zeigen, daß wir hier nicht eins sind!«
Er reichte dem andern die Hand, der aber nahm sie nicht und schritt finster und wortlos hinaus. Konrad stand bleich vor Erregung, Zander aber, Friesen und andere traten auf ihn zu und faßten nach seinen Händen.
»Bist ein braver Kerl – ein goldiger Junge – ein famoses Haus!« klang es durcheinander, und Zander fügte bei:
»Laß dich's nicht grämen, Konrad! Wir wissen's alle: der Bursche, der da gegangen, ist eine Eiterbeule an unserem gesunden Leibe, die, sobald es gehen wird, weggeschnitten werden muß. Wär's ein anderer Kerl, so würd' ich sagen: Nimm ihn vor die Klinge, weil's gerade Waffenstillstand ist, und ich wollte das Gleiche thun, obgleich zwei Gegner viel zu viel für ihn sind, aber solch' Gelichter straft man mit stiller Verachtung. Schad' drum, und der Kerl hat einen so braven Vater. Prosit, Konrad!«
Alle drängten heran, um mit Schmidt anzustoßen, und von der Thür her rief eine gröhlende Stimme:
»Heiliger Fridolin! – Was feiert ihr denn da für ein Jubiläum – bin auch dabei!«
»Rittmeister Fischer – hurra!« schrie Zander, und während die andern vorschriftsmäßig grüßten, trotzdem der alte Offizier energisch abwinkte, sprang er schon auf ihn zu.
»Ach, mein verpfuschter Theologe – na Gott Lob, daß Ihr da seid!« sprach der Rittmeister jovial, indes er ihm die Hand drückte.
»Ja, 's wär doch schade um mich gewesen, wenn ich bei Kitzen hätte daran glauben sollen.«
»Redet mir nicht von der verfl… Affaire! Wenn ich dran denke, krieg' ich das Gliederreißen – – ah, da ist ja auch Schmidt … na, ich konnt' mir's denken – ihr seid doch wie – – na, wie die beiden ollen Griechen …«